Die Erkenntnis der Wahrheit

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Die Erkenntnis der Wahrheit, wie sie in der Bibel steht:

Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll.

Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt!

1. Kor. 8,2 - 3 *

Sehr geehrter Suchender und Suchende, der 1. Korinther Brief Kapitel 8 Vers 2 - 3 sollte jeden, der der Gnosislehre folgt,  hellhörig machen, denn dieser Bibelabschnitt wurde ganz speziell Euch gewidmet, damit Ihr zu Gott finden könnt - zur Wahrheit. Glaubt einem Ex-Gnostiker. Als ich diese Verse einst las, fiel der letzte Zweifel von mir ab und ich bekehrte mich zu Jesus Christus.  

Das beste biblische Beispiel für Umkehr zu Gott ist König Salomo selbst, denn auch er hat später erkannt, dass es falsch ist nach Erkenntnis zu streben:

Ich sprach in meinem Herzen und sagte: Ich nun, siehe, ich habe die Weisheit vergrößert und vermehrt, mehr als jeder, der vor mir über Jerusalem war, und mein Herz hat in Fülle Weisheit und Erkenntnis geschaut.
Auch richtete ich mein Herz darauf, Weisheit zu erkennen und Erkenntnis von Tollheit und Torheit zu haben. Doch erkannte ich, daß auch das nur ein Haschen nach Wind ist.
Denn wo viel Weisheit ist, ist viel Verdruß, und wer Erkenntnis mehrt, mehrt Kummer.

Pred. 1,16 - 18 **

Ich kann das biblische Buch "Der Prediger" (auch "Buch Kohelet" genannt) nur empfehlen. Ein Suchender sollte das alttestamentarische Buch als Berater heranziehen.

Ich empfehle drei verschiedene Übersetzungen zu lesen:

Als erstes die 'Gute Nachricht' (hier Buch Kohelet), dann die 'Luther-Übersetzung' (Prediger) und anschließend die 'Elberfelder-Übersetzung' (Prediger).

Dieser Link bringt Euch zum Bibelserver.de/com, auf dem Ihr die drei Bibelübersetzungen finden werdet:

Online-Bibel

Eine aufregende Reise und Erfahrung erwartet Euch, wenn Ihr Salomos Worte verinnerlicht.

 
 
Jesus im Gespräch mit Thomas und Philippus:
 
Ich vermute ganz stark, dass die Valentinianer, die das Thomasevangelium und das Philippusevangelium verfasst oder manipuliert haben, Joh. 14, 3 - 11 als Basis für die zwei Apokryphen genommen haben, da Thomas auf Wissen setzt und Philippus Zweifel am Glauben hat und lieber Erkenntnis über Jesu Status erlangen möchten.
 
Eine sehr interessante Bibelstelle aus dem Johannesevangelium, die vieles erklärt:
 
 
Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe, dahin wißt ihr den Weg.
Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Und wie können wir den Weg wissen?
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.
Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?
Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.
Glaubt mir, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen!
 
Joh. 14,3-11**
 
 
In Joh. 20, 26 - 29 (nach Jesu Auferstehung) erleben wir, wie auch Thomas nur durch Erkenntnis Jesus vertraut:
Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte und sprach: Friede euch!
Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig , die nicht gesehen und geglaubt haben!
 
Joh. 20,26-29**
 
 
Jetzt wußte Thomas endlich, dass alles wahr ist, was Jesus seinen Jüngern lehrte. Für ihn gab es keinen Zweifel mehr, wie die Bibel belegt.
 
Thomas und Philippus haben es letztendlich verstanden, Jesus voll zu vertrauen, auch wenn sie durch Erkenntnis zu ihm gekommen sind, um zu glauben. Von Philippus' Kehrtwende zeugt die Apostelgeschichte ganz besonders, hier ein Beispiel:
Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.
 
Apg. 8,12**
 
Phillippus wurde ein sehr aktiver Apostel, der viele zur Wahrheit bekehrte.
 
Mal ganz ehrlich, warum sollte Thomas eine Geheimbotschaft von Jesus verkünden, wie es im ersten Vers des sogenannten Thomasevangelium geschrieben steht, wenn schon alles offenbar ist? Es besteht dafür überhaupt keine Notwendigkeit, denn Jesus ist die Erkenntnis der Wahrheit, wer ihn erkennt, erkennt den Vater. Nur durch Jesus kommt man zum Vater und nicht durch Selbsterkenntnis, wie es im Thomasevangelium beschrieben wird.
 
Eins ist wichtig, wer glaubt, der vertraut und wird am Ende höher belohnt, als der, der durch Erkenntnis zur Wahrheit findet (Joh. 20,29). Aber der erkennende Gläubige erfährt die gleiche Liebe Gottes, wie der, der glaubt. Das kann ich selbst bestätigen, da ich wie Thomas und Phillippus durch Erkenntnis zum Glauben gekommen bin, eine beidseitige Liebe wiegt alle Preise auf. Ein Rang ist nicht wichtig (siehe nochmals das erste Bibelzitat oben auf dieser Seite).  
 
© Jens Grüll, 2003 - 2004

* Luther-Übersetzung
** Elberfelder-Übersetzung

(Bei Fragen bitte an THEVDE@aol.com schreiben)



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